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Vereine machen sich fit für die Zukunft

Informationsveranstaltung am 24.02.2010
des Münchner Modellprojektes "Qualifizierungsoffensive zur interkulturellen Öffnung im organisierten Sport"

 

Nach der Auftaktveranstaltung (18.11.2009 - näheres siehe unten) des Münchner Modellprojektes, an der über 35 Vereine teilgenommen haben, laden die verantwortlichen Kooperationspartner nun in einem zweiten Schritt diejenigen Sportvereine, die an ihrem interkulturellen Profil arbeiten und mehr Ehrenamtliche und Sportaktive mit Migrationshintergrund gewinnen wollen, zu einer Informationsveranstaltung (Einladung / Anmeldung) über die Teilnahmebedingungen und das Bewerbungsverfahren ein.
Ab Mai 2010 werden zwölf Münchner Sportvereine fachlich begleitet und beraten. Dies wird vor allem in Form von Fortbildungen, Workshops und Beratungsgesprächen geschehen.

Hiermit laden wir Sie herzlich zu unserer Informationsveranstaltung ein:
24. Februar 2010
von 18.00 - 20.00 Uhr im
Internationalen Jugendzentrum Haidhausen,
Einsteinstr. 90, 81675 München

Dort werden Sie weitere Informationen zum Ablauf und zu den Inhalten des Modellprojektes erhalten. Wenn Sie Fragen haben und alles über das Bewerbungsverfahren erfahren wollen, dann ist das die richtige Gelegenheit!

 

Auftaktveranstaltung

 

Der Presseraum im Gasteig war am 18. November bis auf den letzten Platz gefüllt. Mehr als 90 Vertreter aus Münchner Sportvereinen, Politik und Stadtverwaltung nutzten die Gelegenheit, sich über das auf zwei Jahre angelegte Fortbildungs- und Beratungsangebot zur interkulturellen Öffnung der Sportvereine zu informieren und mit allen Beteiligten vor Ort ins Gespräch zu kommen.

Das Projekt ist als Unterstützungsangebot für Münchner Sportvereine ausgerichtet, die sich fit für die Zukunft machen möchten. Dafür werden zunächst 13 Multiplikatoren zu interkulturellen Trainern ausgebildet, die ihre Erfahrungen und ihr neu erworbenes Wissen dann in den Führungsgremien und an der Basis weitergeben werden.

Sechs der dreizehn ausgewählten Multiplikatoren stellten sich bei der Auftaktveranstaltung den Fragen der Moderatorin, Frau Sascha Meirich, bzw. der interessierten Vereinsvertreter.

Schon heute haben 50 Prozent der Münchner Kinder und Jugendlichen bis 18 Jahre einen so genannten Migrationshintergrund, das heißt sie selbst oder mindestens eines ihrer Elternteile sind aus einem anderen Land zugewandert. An Sportangeboten in den Vereinen mangelt es nicht. Was fehlt sind kultursensible Angebote, die sich an den Bedürfnissen von Migrantinnen und Migranten orientieren. Um mehr Mitglieder und ehrenamtliche Mitarbeiter mit Zuwanderungsgeschichte zu gewinnen, müssen Sportvereine sich für neue Gruppen öffnen und ihre Strategien ändern, sprich sie müssen selbst aktiv werden. Für die Öffnung der Sportangebote bedarf es neben interkulturellen Schulungen für Übungsleiter, Wettkampfrichter und Funktionären auch struktureller Maßnahmen im Sinne einer zukunftsorientierten Organisationsentwicklung und einer interkulturell sensiblen Öffentlichkeitsarbeit. Hier sind in erster Linie Vorstände und GeschäftsführerInnen angesprochen.

Mit den im Folgenden beschriebenen Bausteinen sollen die Akteure vor Ort für interkulturelle Vielfalt und den Umgang mit Differenz sensibilisiert und bei der interkulturellen Öffnung unterstützt werden. Die Qualifizierungsoffensive setzt sich zusammen aus mehreren Bausteinen:

Baustein 1:
Multiplikatorenschulung (Ausbildung von interkulturellen TrainerInnen)

In einem ersten Schritt werden 13 MultiplikatorInnen mit pädagogischem bzw. sportpädagogischem Hintergrund zu interkulturellen TrainerInnen geschult und ausgebildet. Die Schulung umfasst sechs Module.

Baustein 2:
Fortbildung "Interkulturelle Kompetenz im Sport"

In enger Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern schulen die ausgebildeten interkulturellen TrainerInnen anschließend die ÜbungsleiterInnen, TrainerInnen, WettkampfrichterInnen und bei Bedarf die Vorstände und EntscheidungsträgerInnen in den Sportvereinen.

Baustein 3:
Workshop "Interkulturelle Öffnung im Sport"

Den Vorständen, GeschäftsführerInnen und EntscheidungsträgerInnen aus Sportvereinen und Sportorganisationen werden Seminare zur interkulturellen Öffnung angeboten.

Auf diesem Wege werden in einer Modellphase ab Frühjahr 2010 ca. zwölf Sportvereine begleitet, die von den kostenlosen Fortbildungs- und Beratungsangeboten des Projektes profitieren.

Lisa von Eichhorn verliest im Namen der Münchner Sportjugend als stellvertretende Vorsitzende ein Grußwort.

Dieser und weiterer Aufgaben haben sich in München vier Partner angenommen: Das Schul- und Kultusreferat - Sportamt, das Sozialreferat - Stelle für interkulturelle Arbeit, die Münchner Sportjugend (MSJ) sowie das Programm "Integration durch Sport" im Bayerischen Landes-Sportverband (BLSV). Im Schulterschluss wurden im Rahmen der Auftaktveranstaltung daher von allen vier Kooperationspartnern die Grundzüge des Projekts dargestellt. Im anschließenden informellen Teil des Abends wurden in offenen Gesprächsrunden weitere Fragen zum konkreten Ablauf beantwortet und mit den Teilnehmern zum Thema "Integration" diskutiert.

Mehr als 30 Sportvereine haben sich bereits bei der Auftaktveranstaltung registrieren lassen und ihr Interesse an einer Beteiligung in der Modellphase gezeigt. Weitere Informationen sowie die Kontakte der Ansprechpartner erhalten Sie von Karin Oczenascheck, Tel.: 089 15702-229, E-Mail: k.oczenascheck@msj.de.