Interkult. Vereinsentwicklung

Qualifizierungsoffensive zur interkulturellen Öffnung im organisierten Sport

Von 14. August 2019 Kein Kommentar

Ein Münchner Modellprojekt

Um die dem Sport inne wohnende positive Kraft zu nutzen und den Münchner Sport auf seinem Weg in eine vielfältige Sportlandschaft, die die Münchner Bevölkerung widerspiegelt, zu begleiten, haben vier Partner ihre Kräfte vereint:

Gemeinsam haben das Schul- und Kultusreferat – Sportamt, das Sozialreferat – Stelle für interkulturelle Arbeit, die Münchner Sportjugend sowie das Programm “Integration durch Sport” im Bayerischen Landes-Sportverband ein Qualifizierungs- und Beratungsprogramms für Sportvereine und Sportorganisationen mit dem Ansatz der interkulturellen Öffnung entwickelt und umgesetzt.

Das Modellprojekt “Qualifizierungsoffensive zur interkulturelle Öffnung im organisierten Sport” möchte mit Hilfe eines umfassenden systematischen Ansatzes, die Potentiale und Fähigkeiten aller in München lebenden Bürgerinnen und Bürger gewinnbringend für die Stadtgesellschaft nutzen. Es verfolgt das Ziel, die Teilhabechancen Aller am gesellschaftlichen Leben zu verbessern.

Unter interkultureller Öffnung werden oft verschiedene Dinge verstanden. Die Projektpartner verstehen darunter eine Strategie bzw. Vorgehensweise, die viele Bereiche umfasst. Fortbildungen allein führen z. B. noch nicht zu einer interkulturellen Öffnung. Wer ernsthaft eine Öffnung will, muss sich auf Veränderungen und Neuerungen einstellen und darauf, dass dies nicht von heute auf morgen geht.

Einen Überblick über die verschiedenen Themenbereiche der interkulturellen Öffnung im Rahmen des Projekts bietet nachfolgende Abbildung.

Ziel der Qualifizierungsoffensive ist es, die Akteure der Sportvereine vor Ort für interkulturelle Vielfalt und den Umgang mit Differenz zu sensibilisieren und bei der interkulturellen Öffnung zu unterstützen.

Am 18. November 2009 wurde das Modellprojekt mit einer Auftaktveranstaltung offiziell gestartet.

Zehn Münchner Sportvereine (siehe Auflistung unten) haben sich beworben und die notwendigen Kriterien erfüllt. Schulungen im Bereich interkulturelle Kompetenz und Sensibilisierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Sportvereinen waren dabei ein wichtiger Aspekt. Zwölf eigens dafür geschulte Multiplikatorinnen und Multiplikatoren haben ihre Ausbildung abgeschlossen. Gemeinsam mit den verantwortlichen Projektpartnern begleiteten sie die zehn Münchner Sportvereine auf ihrem Weg der interkulturelleren Öffnung.

Teilnehmende Sportvereine:

  • B.C. Hellenen, Basketball Club Hellenen München e.V.
  • ESV München e.V.
  • FC Wacker München e.V.
  • MTSV Schwabing e.V.
  • Münchener ⦁ SpVG⦁ e.V.
  • SV ⦁ Istiklal⦁ München e.V.
  • SV München von 1880 e.V.
  • T.C. Blau-Gold-Casino München e.V.
  • T.C. ⦁ Philathlos⦁ München e.V.
  • TSV München-Großhadern von 1926 e.V.

Das Modellprojekt umfasste mehrere Schritte, die von den Sportvereinen im interkulturellen Öffnungsprozess durchlaufen wurden.

Nach der Modellphase, die sich von 2009 bis 2011 erstreckte und der bereits eine zweijährige Vorbereitungsphase vorausgegangen war, wurde das Projekt mit der Abschlussveranstaltung im Vortragssaal des Münchner Völkerkundemuseums am 28.02.2012 in einem feierlichen Rahmen beendet.

Die beteiligten Vereine berichteten von ihren Erfahrungen und Ergebnissen in und mit diesem Projekt – so wurden unter anderem Leitbilder, neue Internetauftritte und Imagefilme entwickelt, die zur interkulturellen Öffnung beitragen. Als Anerkennung für ihr großes Engagement und ihren unermüdlichen Einsatz wurde den Projektvereinen von der Schirmherrin des Projektes Ebru Shikh Ahmad zum Abschluss der Veranstaltung Urkunden überreicht.

Den ausführlichen Bericht der Abschlussveranstaltung gibt es hier.

Kontakt für weitere Informationen
Münchner Sportjugend im BLSV
Karin Oczenascheck
Georg-Brauchle-Ring 93
80992 München
Tel.: 089 15702-229
E-Mail: k.oczenascheck@msj.de

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