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MSJ im Interview: Stephan Hohenleitner (MTV München)

Von 23. April 2020 Kein Kommentar

1) Durch welche Angebote und Services profitiert der MTV München aktuell aus Ihrer Sicht am meisten?

Neben der finanziellen Unterstützung zur überfachlichen Jugendarbeit profitieren wir in erster Linie von der kompetenten Beratung zu allen Fragen rund um das Thema Kinder- und Jugendsport in München. Auch die Fortbildungen der MSJ (z.B. Juleica) haben einen hohen Mehrwert für uns. Wir können unsere Übungsleiter dort kostengünstig ausbilden lassen, was die Qualität im Sportunterricht deutlich steigert.

 

2) Was brauchen oder wünschen Sie sich von der MSJ darüber hinaus?

Mit der Veranstaltung „Sportjugend im Dialog“ bietet die MSJ eine wunderbare Plattform, um sich über Themen im Kinder- und Jugendsport in der Stadt auszutauschen.

Wünschenswert wäre in diesem Zusammenhang, wenn wir es schaffen könnten, die verschiedenen Träger im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit mit den Sportvereinen aus der Stadt an einen Tisch zu bringen, um gemeinsame Interessen auszuloten, sich gegenseitig zu inspirieren und ggf. Mittel und Wege zu finden, um voneinander zu profitieren.

Zudem wäre es sehr hilfreich für uns, bei der MSJ eine zentrale Anlaufstelle zu haben, die bei Fragen rund um das Thema finanzielle Unterstützung für Sport im Kinder- und Jugendbereich weiterhelfen kann. Hierbei geht es nicht nur um die Fördertöpfe der MSJ selbst, sondern auch um weitere Fördermöglichkeiten der Stadt (z.B. Sozialreferat/Referat für Bildung und Sport) oder etwaige Stiftungsgelder in der Stadt.

Auch eine Plattform auf der Homepage der MSJ, auf der sich alle Sportvereine in der Stadt vorstellen können, wäre von großem Nutzen.

 

3) Welchen Nutzen haben Kinder und Jugendliche in Ihrem Verein aus den überfachlichen Angeboten?

Durch die überfachlichen Angebote kann sich der Sportverein von seinem traditionellen, eher leistungsorientierten Bild lösen und den Spaß und die Freude an der Bewegung in den Vordergrund rücken. Kinder und Jugendliche können so ohne sportlichen Wettkampf viele verschiedene Sportangebote kennenlernen. Jeder kann seine eigenen Stärken und Schwächen erkennen.

 

4) Was bewegt Sie, sich ehrenamtlich/überfachlich zu engagieren? Und: Wie schafft man es, andere davon zu überzeugen, ehrenamtlich aktiv zu sein?

Ich selbst bin hauptamtlich beim MTV München angestellt. Mit über 7.000 Mitgliedern haben wir das große Glück, auch Festanstellungen ermöglichen zu können. In meiner Jugend war ich mehrere Jahre als Fußballtrainer im Kinderbereich meines Heimatvereins tätig. Ich habe durch Sport und Spiel sehr viel über mich und meine Umwelt kennenlernen dürfen. Und so war und ist es mir bis heute ein großes Anliegen, meine eigenen Erfahrungen und meine Begeisterung dafür weiterzugeben.

Andere davon zu überzeugen, sich ehrenamtlich zu engagieren, wird nur im Kollektiv funktionieren. Hier müssen Vorstand, Abteilungsleiter/innen, Trainer/innen, Helfer/innen und Mitglieder an einem Strang ziehen und die Augen offenhalten, um potenzielle Interessenten anzusprechen. Die Zukunft liegt wie eh und je in der Jugend. Jungen Menschen, die sich engagieren möchten, muss die Möglichkeit gegeben werden, Verantwortung zu übernehmen und sich durch geeignete Ausbildungen gut vorbereitet zu fühlen. Zudem müssen die Rahmenbedingungen für die ehrenamtlichen Helfer/innen (Sportmaterialien, Räumlichkeiten etc.) passen. Nur wenn ihnen das Leben möglichst leicht gemacht wird, kann der Fokus auf dem Sport liegen und es werden sich der Spaß und die Freude am Tun durchsetzen. Somit kann langfristig eine Bindung geschaffen werden.

Die Verantwortlichkeit auf mehrere Schultern zu verteilen wird ebenso ein Schlüsselfaktor sein, um einer Überlastung vorzubeugen. Dabei ist es egal, ob es sich um einen Trainer/in, Abteilungsleiter/in oder Vorstand handelt.

 

5) Antworten Sie mit drei Wörtern: Mit was verbinden Sie die Münchner Sportjugend?

Kompetent. Beratend. Unterstützend.

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