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Motivation – wie kann ich mich selbst motivieren? (Teil 2)

Von 5. April 2021 April 12th, 2021 Kein Kommentar

Von Sophie Kost/FSJlerin (DJK Sportbund/MSJ)

 

Wer etwas will, findet Wege. Wer etwas nicht will, findet Gründe.”

– Willy Meurer

Im letzten Beitrag wurde erklärt, was Motivation ist und wie sie funktioniert. Um nun „Wege“ statt „Gründe“ zu finden, gibt es hier viele Tipps, um sich sowohl als Sportlerin oder Sportler als auch als Trainerin bzw. Trainer selbst motivieren zu können.

Wichtig für eine langfristige Motivation der Sportlerin und des Sportlers sind Planung/Organisation, Visualisierung und das Training selbst.

Tipps zur Planung/Organisation:

  • Ziele festlegen …
    • … und in kleinere Zwischenziele unterteilen
    • … nach der SMART-Regel:
      • Spezifisch: Ziel konkret definieren (z.B. „Ich möchte 7 km ohne Pause joggen.“ statt „Ich möchte meine Ausdauer verbessern.“)
      • Messbar: Ziel soll messbar sein (z.B. „7 km“)
      • Akzeptiert: Ziel soll die Person ansprechen/gewollt werden
      • Realistisch: Ziel soll zu erreichen sein
      • Terminiert: Ziel mit fixem Datum versehen, wann es erreicht sein sollen
    • fixe Termine für den Sport festlegen
    • Trainingstagebuch führen (-> so kannst du deine Fortschritte besser sehen)
    • Trainingspartner und/oder Trainer organisieren
    • Hindernisse aus dem Weg räumen (-> gutes Sportequipment kaufen, Sportsachen schon am Tag zuvor zurechtlegen, …)

Tipps zur Visualisierung:

  • Konkrete Vorteile von Sport vor Augen halten (z.B. „Sport lindert meine Rückenschmerzen.“ statt „Sport ist gesund.“)
  • Post-Workout-Ich visualisieren (Wohlbefinden, gesteigertes Selbstbewusstsein, …)
  • Vorher-Nachher-Bilder machen (regelmäßig, aber nicht zu oft -> alle 6 – 8 Wochen)
  • Motivierende Videos ansehen
  • Vorbild suchen

Tipps zum Training selbst:

  • Sinn erkennen, indem man sich die Frage stellt: „Warum mache ich Sport?“
  • Belohnung nach dem Training (z.B. Film schauen, Massage, neue Sportsachen kaufen, leckeres Abendessen, etc.), aber …
    • … sie sollte im Verhältnis zur Leistung stehen (-> kein Urlaub auf Hawaii, weil man jetzt 5 statt 4 Klimmzüge schafft)
    • … sie sollte dem Ziel nicht widersprechen (-> keine Torte, wenn man abnehmen möchte, sondern besser Gemüse mit einem leckeren Kräuter-Dip)
  • passende Sportart suchen
  • Abwechslung in der Trainingsgestaltung
  • nicht zu hart zu sich sein -> positiv statt negativ sprechen (z.B. „Super, ich bin 9,5 km ohne Pause durchgejoggt!“ statt „Mist, ich habe es nicht geschafft, 10 km zu joggen!“)

 

Viele dieser Punkte kann man auf eine langfristige Motivation der Trainerin oder des Trainers übertragen. Ein paar wichtige Punkte sind jedoch noch hinzuzufügen:

  • Fish-Philosophie (4 Prinzipien, an die Arbeit heranzugehen):
    • Spiele -> habe Spaß an deiner Arbeit!
    • Bereite anderen eine Freude -> du als Schenkender erhältst ebenfalls Freude!
    • Sei präsent -> sei mit Kopf und Herz für andere da!
    • Wähle deine Einstellung -> du hast die Wahl, wie du deine Arbeit machst!
  • Immer wieder vor Augen führen, was für eine Ehre und Gabe es ist, mit jungen Sportlerinnen und Sportlern zusammenarbeiten zu dürfen
  • Erfolgserlebnisse der eigenen Gruppe/der Sportlerin oder des Sportlers visualisieren, an denen man als Trainerinnen und Trainer maßgeblich beteiligt ist

 

Dieser Überblick ist nur eine kleine Sammlung von Motivationstipps, da es noch unzählige weitere gibt. Wichtig allerdings ist, dass jeder Mensch individuell ist und nicht jeder Tipp sofort bei jedem funktioniert! Das heißt, jeder muss selbst herausfinden, was einem hilft und was eher nicht.

Auch ein Zitat von Michael Jordan bringt einen wertvollen Tipp ans Licht:

In meiner Laufbahn habe ich mehr als 9.000 Würfe verschossen. Ich habe fast 300 Spiele verloren. 26 Mal war ich derjenige, der das Spiel gewinnen konnte und ich habe daneben geworfen. Ich bin immer und immer wieder gescheitert. Und genau deshalb bin ich erfolgreich.

–  Michael Jordan – Basketballspieler

 

-> Oft muss man erst verlieren, um zu lernen, wie man gewinnt.

Auch wenn du nun ein wichtiges Spiel verloren oder dein Ziel nicht erreicht hast, suche keine „Gründe“, die deine „Wege“ blockieren! Trainiere weiterhin hart und versuche, es das nächste Mal besser zu machen.

 

Quellen:

  • https://www.trainingsworld.com/training/mentaltraining/psychologie-motivationssteigernde-verfahren-leistungssport-2895906
  • https://www.ausdauerblog.de/21-tipps-zum-sport-motivieren/
  • https://www.marathonfitness.de/geheimnis-motivation/
  • https://www.fitforfun.de/sport/weitere-sportarten/schweinehund-die-besten-tipps-fuer-mehr-motivation_aid_11762.html
  • https://www.focus.de/gesundheit/experten/motivation-und-disziplin-was-wir-von-spitzensportlern-lernen-koennen_id_8634613.html
  • https://www.sport1.de/fitness-gesundheit/fitness/2019/06/tipps-fuer-sportler-im-motivationsloch-freizeitsportler-jogger-zu-mehr-fitness
  • https://www.welt.de/sport/fitness/article124096261/Tipps-wie-man-sich-zum-Sport-motivieren-kann.html
  • https://www.hrweb.at/2016/04/trainerausbildung-oesterreich-motivation/
  • https://fitvolution.de/motivierende-zitate-von-sportlern/

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