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Kinder- und Jugendsport krisensicher aufstellen

Ende April diskutierte die Deutsche Sportjugend mit Trainerinnen und Trainern sowie Bildungsverantwortlichen u.a. über die Relevanz der pädagogischen Qualität im Kinder- und Jugendsport zur gelingenden Bewegung, Bildung und Bindung von jungen Menschen im und durch den Sport. Lukas Röll, Sportpsychologe und ehemaliger Leistungssporttrainer, machte sich dabei beispielsweise für die Anknüpfung der Sportangebote an die Lebenswelt junger Menschen stark, die konkurrenzfähig zu vielen anderen digitalen, flexiblen Konsum- und Freizeitmöglichkeiten gestaltet werden sollten.

Drei wesentliche Grundbedürfnisse junger Menschen müssten dabei erfüllt sein: Autonomie, Kompetenzerleben und Zugehörigkeit. Weiter wurde deutlich, dass pädagogische Trainingsqualität und sportliche Entwicklung nicht voneinander zu trennen sind und Trainerinnen und Trainer das Ziel ihres Trainings kennen müssen, um junge Sportlerinnen und Sportler auch dahin und ganzheitlich entwickeln zu können.

Zusammengefasst benötigen Übungsleitende einen entsprechenden Werkzeugkoffer, mit dem sie die Entwicklung unterschiedlicher Altersgruppen fördern, Partizipationsräume schaffen und eine intensive Feedbackkultur mit Sportlerinnen und Sportlern, Eltern und dem Verein pflegen können. Die pädagogische Trainingsqualität und die Qualität der Bindung von Trainerinnen und Trainern zu jungen Menschen im Sport sind wesentliche Bausteine, um Kinder und junge Menschen wieder zurück in den Sportverein zu bringen. Zur detaillierten Lektüre empfehlen wir die Broschüre „Persönlichkeits- und Teamentwicklung im Sport“ der DSJ.