Das war das Young Leaders Sportsforum 2026 auf Burg Schwaneck
- 19.10.2026, 10:37
- Von: Carlo Grünewald
Wie können junge Menschen im Sport aktiver mitentscheiden? Genau um diese Frage drehte sich vom 9. bis 11. Oktober 2026 alles auf der Burg Schwaneck. Über 30 junge Engagierte aus ganz Deutschland kamen unter dem Motto „Jugend an die Macht – die Rebellion im Sport“ zusammen, um frische Impulse für die Vereinsarbeit zu entwickeln.
Auftakt der Rebellion
Das Wochenende startete am Freitagabend mit einem lockeren Get-Together. Bei den „Bash-Games“ der Stadthelden, kleinen Challenges wie Leitergolf oder Sport Stacking, war der sportliche Ehrgeiz der Teilnehmenden sofort geweckt. Hier zeigte sich schon – diese Gruppe hat die Motivation und das Potenzial für Größeres. Um es beim Namen zu nennen: Alle hatten die Absicht eine Rebellion ins Rollen zu bringen!
Zwischen Konzeptarbeit und SAP Garden
Der Samstag bildete dann das inhaltliche Herzstück des Wochenendes. Den gesamten Tag über wurde intensiv an konkreten Lösungsansätzen für die Vereinspraxis gearbeitet. Im Fokus standen dabei Fragen, die junge Menschen in den Sportvereinen wirklich beschäftigen: Wie gewinnen wir neue Mitstreiter? Wie lassen sich notwendige Ressourcen aktivieren? Und wie müssen zeitgemäße, jugendfreundliche Vereinsstrukturen aussehen? Dabei ging es teilweise heiß her: Jugendwart, notwendig oder überflüssig? Ist eine Quote von 30 % U-27-Jährigen im Vorstand angemessen oder zu wenig ambitioniert? Wer soll im Verein eigentlich über wem stehen? Im durchgehenden Austausch zwischen den Teams wurde jedoch schlussendlich ein gemeinsames Konzept für einen Verein der Zukunft, in dem junge Menschen mehr Mitsprache besitzen, geschaffen.
Als Ausgleich zum rauchenden Kopf folgte am Abend eine verdiente Abwechslung: Nach einer Führung durch den neuen SAP Garden im Olympiapark ging es weiter zum FT Gern, wo Johannes Kroll, stellvertretender Vorsitzenden der Münchner Sportjugend, einen interessanten Impulsvortrag hielt. Bei dem einen oder anderen Kaltgetränk fand der Tag einen gemütlichen Ausklang.
Harter Reality-Check am Sonntag
Das Finale am Sonntag lieferte den wohl spannendsten Moment des Wochenendes. Drei Vereinsvorstände Münchner Sportvereine sollten die Bestandsfähigkeit des ihnen vorgestellten Konzepts testen. In der entstehenden Diskussion gab es ein direktes und teilweise hartes Feedback unmittelbar aus dem Vereinsalltag.
Dieser Reality-Check führte den Teilnehmenden vor Augen, vor welchen Hürden neue Ideen in der Praxis noch zu oft stehen. Doch genau dieser Gegenwind bewies am Ende, wie wichtig es ist die Kräfte, wie beim YLSF, zu bündeln, um essenzielle Veränderungen in den Sportvereinen durchzusetzen und die Jugend dauerhaft in echte Entscheidungsprozesse einzubinden.
Die MSJ bedankt sich bei allen Beteiligten für dieses produktive, abwechslungsreiche und vor allem rebellische Wochenende. Die Ergebnisse zeigen deutlich, wie viel Arbeit noch bevorsteht, aber auch, wo konkret angesetzt werden kann - besser gesagt muss. Die Rebellion ist noch nicht am Ziel!
















